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Etwas für die Ohren

Unsere Kollegin Agnes Wand war zu Gast im Thieme-Pflege-Podcast „TakeCARE" und hat dort von unserer Arbeit berichtet. Besonders interessant für medizinische Fachpersonen: Betroffene häuslicher Gewalt leiden gar nicht so selten unter Schädel-Hirn-Verletzungen mit chronischen Folgen. Was eigentlich als Boxer-Demenz bekannt ist, tritt auch bei Betroffenen häuslicher Gewalt auf – nach jahrelanger körperlicher Gewalt gegen den Kopf können chronische demenzielle Folgen entstehen. Diese werden jedoch häufig mit Symptomen einer PTBS verwechselt. Deshalb: Obacht bei den Red Flags. Und bei Verdacht auf Gewalt gilt natürlich: ansprechen! Denn Scham und Stigma machen es Betroffenen so schwer, ihre Situation von sich aus zu thematisieren.

Metaphorisch beschreibt Agnes es so: Scham und Zweifel der Betroffenen sind wie ein Berg zwischen Fachpersonal und Betroffenen. Sich zu offenbaren bedeutet für Betroffene, diesen Berg selbst hochzuklettern – und wenn wir sie auf Gewalt ansprechen, klettern wir ihnen ein Stück entgegen.

Das Gespräch hat bei den Moderator*innen einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Ihr Fazit: Über Gewalt zu sprechen ist notwendig, um etwas zu verändern!

Hier geht es zum Podcast!